Die Künstler*innen

Iva Bittová

Iva Bittová, geboren 1958, ist ein tschechischer Weltstar. Die Avantgarde-Musikerin ist auch als Schauspielerin anerkannt. An der Grenze vom Jazz zur Neuen Musik, mährischer Folklore und klassischem Songwriting hat sie mit ihrer Stimme und Violine ganz eigene Ausdrucksmöglichkeiten entwickelt. Sie arbeitete mit renommierten Musikern wie Fred Frith, Tom Cora, Chris Cutler und dem Kronos Quartett. Als Darstellerin wirkte sie etwa in Zelary (2003), der als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert war.

Oğuz Büyükberber

Der türkischstämmige, preisgekrönte Klarinettist Oğuz Büyükberber integriert in seinen Arbeiten sowohl zeitgenössische Musik, Improvisation, türkische Musik, Jazz und seine eigene Bildende Kunst. 2018 erschien bei ECM eine CD der Marc Sinan Company als Duo von Marc Sinan mit Oğuz Büyükberber.

Mirko Borscht

Der mehrfach ausgezeichnete Film- und Theaterregisseur Mirko Borscht wurde 1971 in Cottbus geboren. Seine Arbeit wurde wesentlich durch die Zusammenarbeit mit jugendlichen Laiendarstellern bestimmt. So entstand 2005 sein erster abendfüllender Spielfilm KOMBAT SECHZEHN und 2007 das Theaterstück OPFERPOPP, das er für das Thalia Theater Halle mit so genannten „Problemkids“ entwickelte.

Peter Brötzmann

Der Saxophonist, Bildende Künstler und Jazz-Avantgardist Peter Brötzmann, wurde am 6. März 1941 in Remscheid geboren. Für Brötzmanns markante und energetische Spielweise ist in Free-Jazz-Zirkeln der Begriff „brötzen“ entstanden. Mit seinen Radikal-Klängen ist er auch in den USA und Japan verblüffend populär. „Von allen Jazzinnovatoren ist er derjenige, der am radikalsten mit allen Traditionen gebrochen hat – nicht nur des Jazz, sondern des Musizierens überhaupt.“[1] Er ist – aus der Fluxusbewegung kommend – ein experimentierfreudiger Saxophonist, der gelegentlich auch Klarinette sowie Tárogató spielt. Insbesondere dem Basssaxophon – einem sonst eher selten eingesetzten Instrument – wurde durch Brötzmann neue Beachtung im Jazz geschenkt.

Dresdner Sinfoniker

Die Dresdner Sinfoniker gehören zu den führenden Sinfonieorchestern für zeitgenössische Musik. Das aus Mitgliedern aller wichtigen Orchester Europas bestehende Ensemble arbeitet projektorientiert und will mit seinen interkulturellen Projekten Menschen zusammenbringen und einen Dialog in Gang setzen. Internationale Aufmerksamkeit erregte das Orchester mit Projekten wie „Mein Herz brennt“, (ECHO Klassik) basierend auf Texten und Musik der Band Rammstein, der Dresdner „Hochhaussinfonie“, dem von Creative Europe geförderten armenisch-türkisch-deutschem Versöhnungsprojekt „Aghet“ und dem Anti-Mauer Musikfestival „TEAR DOWN THIS WALL“ an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Bereits mehrfach kooperierten die Sinfoniker mit der Marc Sinan Company, zum Beispiel für „Hasretim – Eine Anatolische Reise“ (UNESCO Sonderpreis „Welthorizont“), „Dede Korkut“, „Aghet“ (s.o.) und „I EXIST – nach Rajasthan“.

Daniel Eichholz

Der Percussionist Daniel Eichholz studierte Klassische Perkussion an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Er ist mehrfacher Preisträger und spielte in Orchestern wie dem NDR-Sinfonieorchester, dem Orchester der Staatsoper Hamburg unter Ingo Metzmacher und mit dem Schlagzeugensemble der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle. Als Drummer, Perkussionist und Komponist ist er Mitglied der Formationen Hypercussion, 2raumwohnung, Toni Kater, Schulz und Söhne, Tenement und Squintaloo. Als Studio-Drummer trat Eichholz bei CD-Produktionen u. a. für die Bands Tocotronic, Marlon und Redkey in Erscheinung. Er hatte Konzertauftritte im In- und Ausland, etwa mit dem Staatsorchester Braunschweig in Nordafrika und mit dem Percusemble Berlin in China. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Ensemble ConTempo Beijing

Das Ensemble ConTempo Beijing, gegründet im Mai 2011, gilt als das erste Ensemble, das traditionelle chinesische Instrumente mit klassischen europäischen kombiniert. Das junge Ensemble hat sich bereits erfolgreich auf mehreren Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, TonLagen – Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik, Tongyeong International Music Festival in Korea usw. vorgestellt und bisher insgesamt 45 Werke aufgeführt (darunter 12 Uraufführungen).

Adrian Figueroa

Adrian Figueroa arbeitet als Theaterregisseur und Filmemacher. Sein preisgekrönter Film „Anderswo“, ein Porträt über Gefängnisinsassen der JVA Tegel, feierte 2017 Premiere bei den Internationalen Hofer Filmtagen und wurde 2018 beim Achtung Berlin Filmfestival als „Bester Dokumentarfilm Mittellang/ Kurz“ ausgezeichnet. 2019 war Adrian Figueroa Stipendiat an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Seine Theaterproduktion „Aurora“, die auf Interviews mit Drogenkonsument*innen, ihren Angehörigen und Therapierenden basiert, wurde im Dezember 2019 am HAU Hebbel am Ufer uraufgeführt und für den Friedrich-Luft-Preis (Beste Berliner Inszenierung) nominiert.

Paul Frick

Paul Frick wurde 1979 in Berlin geboren. Ab 1991 nahm er privaten Kompositionsunterricht bei Il-Ryun Chung. Von 2000 bis 2006 studierte er Komposition bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin und blieb dort bis 2008 als Meisterschüler. Paul Frick ist außerdem Pianist, Produzent, DJ und Remixer. Seit 2008 ist die Band ‚Brandt Brauer Frick‘, in der er zusammen mit Daniel Brandt und Jan Brauer spielt, zu seinem Mittelpunkt geworden. Mit dem Stück „Metal Zone“ zeigt Paul Frick seine Klangsprache für Streichorchester. Auch wenn er dabei ganz auf Schlagwerk verzichtet, lässt sich seine Leidenschaft für Rhythmen nicht verkennen.

Susanne Fröhlich

Susanne Fröhlich ist Blockflötistin und hat sich v.a. der zeitgenössischen Musik verschworen. Als ehemaliges Gründungsmitglied des Blockflötenquartetts QNG – Quartet New Generation tritt sie sowohl als Solistin, als auch in verschiedenen Formationen, sowie in mehreren Kunst- und Musiktheaterproduktionen auf, u.a. mit Saâdane Afif, Ari Benjamin Meyers, andcompany&Co, Constanza Macras/dorkypark und Opera Lab Berlin. Sie wirkte bei zahlreichen Uraufführungen in weltweit renommierten Konzerthäusern und Festivals mit, u.a. mit Ensemble Adapter, Figura Ensemble, Ictus Ensemble, Marc Sinan Company, Trickster Orchestra und Neue Vokalsolisten. Susanne ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und Stipendien in Berlin, Darmstadt, Göttingen, Graz, Illzach, Krakow, New York und Rotterdam. Sie lebt und unterrichtet in Berlin und hat seit April 2010 einen Lehrauftrag an der Universität der Künste inne. Im Oktober 2019 absolvierte sie ihr künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsprojekt über „Das neue Potential einer Blockflöte im 21. Jahrhundert“ an der Kunstuniversität Graz mit Auszeichnung. Aktuell wird sie über die Arbeitsstipendien für Ernste Musik und Klangkunst vom Berliner Senat gefördert.

JakoJako

JakoJako ist eine aufstrebende Berliner Musikerin und DJ mit Fokus auf hardwarelastige Modularsynth-Sets. Wenig erstaunlich, kennt man sie doch als Teil des Teams im Berliner Synthesizer-Mekka SchneidersLaden. Ihre EP „Aequilibration“ ist soeben auf Leisure System erschienen, darauf surrten, brummten und flirrten die Klänge.

Holger Kuhla

Holger Kuhla, geboren 1964, studierte Theaterwissenschaft, Dramaturgie und Kulturelle Kommunikation an der Humboldt-Universität in Berlin, war Dramaturg am Staatstheater Cottbus, wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter an der Humboldt-Universität, arbeitete freischaffend als Dramaturg, Regisseur, Autor für Theater und Hörfunk (DLF, rbb) und als Dozent für Theorie und Praxis an der Schauspielschule „Ernst Busch“ Berlin, sowie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, war Leitender Dramaturg in Dessau und von 2013 bis 2017 Dramaturg am Maxim Gorki Theater in Berlin unter Shermin Langhoff. Arbeitete als Autor/Librettist/Dramaturg für diverse Doku-Fiktionale Performances des Komponisten Marc Sinan.

Jelena Kuljić

Jelena Kuljić, geboren 1976 in Serbien, absolvierte 2008 ihr Studium im Fach Jazz-Gesang am Jazz-Institut Berlin. Als Musikerin und Schauspielerin arbeitete sie vor allem mit dem Regisseur David Marton zusammen und wirkte u.a. in seinen Inszenierungen „Wozzeck“ (Volksbühne Berlin, 2007), „Das wohltemperierte Klavier“ (Schaubühne Berlin, 2012), „Harmonia Caelestis“ (Burgtheater Wien, 2008) sowie „Das Schottenstück“ (Volksbühne Berlin, 2013) mit. Mit der Regisseurin Constanza Macras (Dorky Park) arbeitete sie u.a. in „Forest: The Nature of Crisis“
(2013) sowie in „On Fire“ (2015).

Saša Mirković

Saša Mirković gilt als „bester serbischer Bratschist“ und „charismatischer Musiker voller Enthusiasmus“. Er ist sowohl als Solist als auch als Kammer- und Ensemblemusiker, Dozent und Konzertorganisator international gefragt. Er ist mehrfacher Preisträger, nahm zahlreiche CDs auf und spielte mit den Orchestern und Dirigenten an renommierten Häusern und auf Festivals auf der ganzen Welt.

Andrea Molino

Andrea Molino ist ein international gefragter Komponist und Dirigent. Er lebt in Paris und Zürich. 2009 übernahm er die künstlerische Leitung des World Venice Forum. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und dirigierte u.a. das Orchestra del Maggio Fiorentino, Brussels Philharmonic, die Bochumer Symphoniker,), das Melbourne Symphony Orchestra, das Queensland Symphony Orchestra, das BBC SSO Glasgow, das Royal Swedish Orchestra uva.

Johannes Scherzer

Der Klangszenograf Johannes Scherzer schuf gemeinsam mit Marc Sinan die 360 Grad Klanginstallation, den TRANSFORMATOR, in der Spreehalle. Johannes Scherzer ist seit 2011 Mitbegründer der Taucher Sound Environments UG in Berlin. Sie sind spezialisiert auf die Musik und das Sound Design für raumgreifende Medieninstallationen und Live-Performances, wie zum Beispiel die Filminstallation THE GATE BERLIN im Brandenburger Tor Museum. Johannes Scherzer wurde für sein Tool A°VE, das den Sprachschnitt im Tonstudio automatisiert, mit dem Hauptpreis des Gründerwettbewerbs IKT Innovativ der CeBIT 2012 ausgezeichnet.

TAUCHER sound scenography

Marc Sinan

Marc Sinan ist Komponist und Gitarrist. In seiner Arbeit erprobt er neue Wege der Kollaboration zwischen Künstlern im transkulturellen, transmedialen und musiktheatralen Kontext. Dabei arbeitet er meist in Personalunion als Komponist, künstlerischer Leiter, Gitarrist und Produzent mit seinem eigenen Ensemble, der Marc Sinan Company und wechselnden internationalen Gästen und Partnern. Aufnahmen seiner Werke werden bei ECM Records veröffentlicht. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Seine sozialkritischen, konzeptionellen und meist abendfüllenden Werke werden international aufgeführt und waren zu Gast bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, Istanbul Festival, Bunt Festival Belgrad, MaerzMusik sowie an Häusern wie dem Maxim Gorki Theater, Festspielhaus Hellerau und dem Wiener Konzerthaus. Sinan kollaborierte mit dem Royal Philharmonic Orchestra, den Dresdner Sinfonikern, dem No Borders Orchestra, Sonar Quartett, den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, Iva Bittová, Oğuz Büyükberber, Jörg Widmann, Kayhan Kalhor und zahllosen weiteren Ensembles, Musiker*innen und Künstler*innen aus Europa, Asien, Afrika und Nordamerika.

marcsinan.com

Maike Wetzel

Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Maike Wetzel kooperiert seit 2009 eng mit dem Komponisten Marc Sinan. Zu seiner deutsch-chinesischen L’Orfeo-Version verfasst sie ebenfalls das Libretto. Zuletzt wurde sie mit dem Robert Gernhardt Preis für ihren Roman ELLY ausgezeichnet. 2019 erschien ENTFERNTE GELIEBTE ebenfalls im Verlag Schöffling & Co. Außerdem erhielt sie ein Stipendium des Auswärtigen Amts für die Villa Aurora in Los Angeles, mehrere vom Goethe-Institut uvm.

maikewetzel.de